Das Apostolische Glaubensbekenntnis
„GEMEINSAM BEKENNEN WIR UNSEREN GLAUBEN“…
mit diesen Worten signalisiert unser Pfarrer im Gottesdienst, dass gleich das Apostolische Glaubensbekenntnis gemeinsam gesprochen wird.
GEBET und CREDO
In kurzen Sätzen definiert das Glaubensbekenntnis die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens und fasst die wichtigsten Glaubensaussagen in Bekenntnissen zusammen. Damit bietet es bei Taufen, Trauungen, den Sonntagsgottesdiensten und anderen gottesdienstlichen Anlässen Orientierung und Gemeinschaft. Es soll verhindern, dass der christliche Glaube beliebig interpretiert und für verschiedenen Zwecke oder Eigeninteressen verwendet wird. Das Glaubensbekenntnis gilt als Gebet und Credo (lateinisch ich glaube).
Auf diese Sätze haben sich die Christen der frühen Kirche im vierten Jahrhundert geeinigt, um sich ihres Glaubens zu vergewissern. Sie wurden über die Jahrhunderte weitergegeben. Die Bezeichnung „apostolisch“ weist darauf hin, dass man das Glaubensbekenntnis als Zusammenfassung der Lehre der zwölf Apostel verstanden hat.
DREIEINIGKEIT
Inhaltlich besteht das Glaubensbekenntnis aus drei Artikeln, die die Dreieinigkeit Gottes verdeutlichen. In jedem Artikel wird eine Person der Dreieinigkeit betrachtet: Im ersten Artikel „Gottvater“, der Schöpfer, dann „Jesus Christus“, der Sohn und Weltenrichter, dann der „Heilige Geist“, Gottes spürbare verwandelnde Kraft.
GLAUBENSBEKENNTNIS VON NIZÄA
An hohen Feiertagen wird oft auch das Nizänische Glaubensbekenntnis gesprochen. Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel geht auf das Konzil von Konstantinopel im Jahr 381 zurück. Es ist kirchengeschichtlich bedeutender als das Apostolische Glaubensbekenntnis, da es sowohl in den Ostkirchen als auch in unseren westlichen Kirchen zitiert wird und somit eine große Bedeutung für die Ökumene hat.
(siehe Seite 1150 im Gesangbuch).
WORTLAUT APOSTOLISCHES GLAUBENSBEKENNTNIS
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
Quelle: EKD